Unsere Gäste Sagen

Ich mache keinen Hehl daraus,
wir dachten das hier wird ein Graus.
Doch will ich euch jetzt nicht verwirren:
Denn jeder Mensch kann sich mal irren.

In den Kursen konnten wir lachen und spielen,
bis Manche fast vom Stuhle fielen.
Unsere Leiter waren super Leute,
sowohl gestern Morgen und auch heute.

Zur Ankunft wollte uns das Wetter schocken,
es schneite kalte, dicke Flocken.
Das Haus an sich ist rustikal;
beim Essen und Zimmer hatten wir freie Wahl.

Abends hatten wir Spaß wie nie
mit Werwolf, Singstar und Air Hockey.
Alles in Allem waren sie hippi toppi;
unsere Tage im Haus Pallotti!   (Luna Bullik)

Chronik

Die Geschichte der Jugendbildungsarbeit im Pallotti-Haus

anfangsjahrekleinerDie Vorgeschichte des Jugendhofes

Jugendbildungsarbeit wird im Pallotti- Haus seit Bestehen des Hauses (1925), in verstärktem  Maße seit der Verlegung des Noviziates (1967), durchgeführt.

Die Patres hatten damals Pionierarbeit zu leisten, denn durch den Weggang der Novizen mussten neue Formen der Jugendbildungsarbeit erprobt und weiterentwickelt werden. Statt einer kleinen Zahl ruhiger Novizen bevölkerten manchmal bis zu 100 lautstarke Jugendliche das Pallotti-Haus. Auf der Arbeit dieser „Jugend-Patres“ und der ersten Laienmitarbeiter, entwickelte sich die Jugendbildungsarbeit kontinuierlich bis zum heutigen Stand.

Der Einzugsbereich der Jugendbildungsstätte reicht über den  südwestfälischen Raum hinaus ins Hochsauerland, nach Ostwestfalen, ins  Ruhrgebiet, ins Münsterland, ins Rheinland und nach Rheinland-Pfalz.

Schwerpunkte dieser Arbeit sind: Tage der Orientierung, Schulendtage (für alle  Schularten), Schulungskurse für Verantwortliche in der Jugendarbeit  (Schulung der ehrenamtlichen Gruppenleiter), besonders der  Mitgliedsverbände des BDKJ und jugendpolitische Bildungsarbeit.

In der Urkunde zur Grundsteinlegung des Jugendhofes heißt es:

„Durch den Bau des Jugendhofes sollen junge Menschen die Möglichkeit erhalten,  hineinzuwachsen in die Fülle des Lebens. Grundstein und verlebendigende  Kraft dieses Wachstums sind das Leben und die Botschaft Jesu Christi.  Durch diesen Bau soll der Auftrag unseres heiligen Stifters Vinzenz  Pallotti für die jungen Menschen unserer Zeit und unserer Umgebung verwirklicht werden:

"In Orientierungslosigkeit, Mutlosigkeit und Sinnleere den Glauben zu wecken und in Vereinsamung, Bindungsangst und Friedlosigkeit die Liebe zu entzünden.“

 

Schwierigkeiten, Hoffnungen, das drohende Ende

1971 wurden für Jugendliche mehr als 9.000 Teilnehmertage durchgeführt.

Jugendliche und pallottinische Gemeinschaft lebten räumlich sehr eng zusammen und trotz gegenseitigen Wohlwollens und Bemühens kam es zu Reibungspunkten. Einerseits waren dadurch der Lebenslauf der klösterlichen Gemeinschaft, andererseits in stärkerem Maß die Bedürfnisse der Jugendlichen und der  Rahmen der Schulungskurse eingeschränkt. Zudem waren die räumlichen  Voraussetzungen für einen qualifizierte Jugendbildungsarbeit auf Dauer gesehen völlig unzureichend.

Deshalb musste trotz gleichbleibender Nachfrage die Zahl der Teilnehmertage auf  etwa 5.000 vermindert und eine Lösung für die weiterhin bestehenden  Schwierigkeiten gefunden werden.

Schon Anfang der 70er Jahre waren Bemühungen im Gange, für die  Jugendbildungsarbeit als Ersatz und Ergänzung ein eigenes Haus zu erstellen: eine Jugendbildungsstätte nach den Richtlinien des Landes  Nordrhein-Westfalen. Für die Realisierung dieses Projektes haben sich  Kreisjugendamt Olpe, die Stadt Olpe, der Kreisjugendring des Kreises Olpe, der BDKJ-Diözesanverband der Erzdiözese Paderborn, der BDKJ im  Kreis Olpe und Siegen und viele Landes- und Bundespolitiker aus den  Kreisen Olpe und Siegen tatkräftig eingesetzt.

Nachdem die Planungsarbeiten, auch in Absprache mit dem Landesjugendamt in  Münster, soweit gediehen waren, dass das ganze Unternehmen antragsreif  war, wurde am 29.09.1981 in einem Gespräch in Münster erklärt, dass die  in Aussicht gestellten Finanzmittel nicht mehr zur Verfügung stünden.  Der Ersatzbau einer Jugendbildungsstätte sei aus Landesjugendplanmitteln  für die nächsten Jahre nicht mehr finanzierbar.

Damit waren 10 Jahre planerischer Vorarbeit und Hoffnung mit einem Schlag  zunichte. Die Zukunft der Jugendbildungsarbeit im Pallotti-Haus und die  Existenz des Pallotti-Hauses selbst waren auf das Äußerste gefährdet.

 

Neue Bemühungen, neue Verhandlungen, die Entscheidung

richtfest 1kleinerNeue Bemühungen, die Jugendbildungsarbeit wenigstens in einem kleinen Rahmen  zu retten, setzten ein. Der Plan eines kleineren, bescheideneren  Ersatzbaues kam ins Gespräch. Baupläne wurden erstellt. Die Erzdiözese  Paderborn und der BDKJ sagten ihre finanzielle Unterstützung zu.  Daraufhin erklärte sich auch die Provinzleitung der Pallottiner in Limburg bereit, die Jugendbildungsarbeit wenigstens in einem  eingegrenzten räumlichen und personellen Rahmen zu halten.

Sie beschloss, an Stelle der ursprünglich vorgesehenen großen Lösung diesen  kleinen Ersatzbau der Jugendbildungsarbeit zu errichten und zugleich  die personellen Voraussetzungen für die Weiterführung der Jugendbildungsarbeit zu gewährleisten. Mit dieser Entscheidung war ein neues  Fundament gelegt.

Dieser Neu- und Umbau wurde an der Stelle der bisherigen landwirtschaftlichen Gebäude errichtet.

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